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Freitag, 20. März 2015

Las Fallas in Valencia

¡Hola a todos!

Es gibt wieder etwas zu erzählen. Ich bin vom Osten des Stadtteils l´Eixample in den Westen gezogen, etwa 100 m weg vom Plaça d´Espanya, einem der zentralen Verkehrsknotenpunkte für Metro und Nachtbusse, sowie einem der zentralen Plätze Barcelonas auf dem sich regelmäßig Touristen tummeln. Zu sehen gibt es dort u.a. das Museu National d´Art de Catalunya (MNAC) sowie jeden Freitag und Samstag Abend das Font Mágica, einem Spektakel aus Wasserfontänen im Klang der Musik.
Blick vom MNAC runter zum Plaça d´Espanya

Noch einmal aus umgekehrter Richtung - irgendjemand ist mir leider durch das Bild geflogen...
Grund für meinen Auszug waren bestimmt nicht die Mitbewohner, die waren super :-) Allerdings hat sich durch den Umzug für mich die Strecke zur Universität in etwas gedrittelt und das Preis-Leistungs-Verhältnis des Appartements ist überdeutlich besser. Aber wir bleiben in Kontakt!
Fairwell mit meinen alten Mitbewohnern

Aber jetzt zum interessanteren Teil: LAS FALLAS

Die Fallas sind ein spanisches Frühlingsfest, welches jedes Jahr in Valencia gefeiert wird. Die Hauptattraktionen sind meterhohe Figuren aus Pappmaché, welche zum Abschluss des Festes feierlich angezündet und verbrand werden.

Organisiert wurde der Trip vom ESN, dem Erasmus Student Network. Das ist ein Verein von Studenten für Studenten, der jede Woche mehrere Events veranstaltet.
Valencia, perfektes Wetter
Der Ursprung der Fallas ist nicht exakt überliefert. Gemutmaßt wird, dass früher Zimmerer und Handwerker nach dem Winter ihre alten Kerzen und Lampen verbrannt haben, da diese nicht mehr gebraucht wurden. Mit der Zeit wurde der Termin für diese Verbrennung zum Tag des Heiligen Josefs, dem Schutzheiligen der Zimmerer.
Heutzutage konkurrieren regionalen Fallas-Vereine um den Titel der besten Fallas.
Neben diesen Statuen wird von der Stadt ein riesiges Rahmenprogramm mit Wettbewerben und Feuerwerken veranstaltet. inklusive den traditionellen Mascletás - lange Schnüre bestehend aus Knaller, die im Rhythmus der Musik explodieren. Auch wenn das in Valencia Tradition ist, mich hat es eher an die nervigen Böller erinnert, die Teenager an Silvester durch die Gegend werfen.
Ofrena de Flors - die Heilige Schutzpatronin der Schutzlosen (im Aufbau)

Die Stadt der Künste und der Wissenschaft (Ciudad de las Artes y de las Sciencias) ist der futuristische Teil der sonst sehr traditionellen Stadt Valencia. Nach der Diktatur Francos wollte die Bevölkerung einen Park für sich, zur Entspannung und für die Kunst. Geworden ist daraus ein Wunderwerk für Auge und Geist. Für den Geist, da dort einige Wissenschaftsmuseen und Planetarien sind, unter anderem Europas größtes Aquarium. Für´s Auge: seht selbst.
Links: Ozeanográfic - das größte Aquarium Europas
Rechts: das 3D-Kino l´Hemisféric

Blick auf die Poolanlage



Zum Abschluss das, was natürlich nie fehlen darf: das Essen
Valencia ist der Ursprung der Paella, ein Reisgericht (manchmal auch mit Pasta) mit Fleisch und/oder Meeresfrüchten. Dementsprechend glücklich war ich, als ich endlich eine traditionelle paella valenciana mit Hähnchen und Kaninchen probieren durfte. Und ich sage euch: das war das Warten wert!!!
Ob das für mich reicht..??

Ich musste mich dann doch mit weniger zufrieden geben :-)

In diesem Sinne, hasta pronto!

Freitag, 13. März 2015

Montjüic - Berg der Juden

Buenos días zusammen!

Dieses Mal melde ich mich nur kurz, es gibt ziemlich viel zu tun :-)
Im Südwesten Barcelonas befindet sich der Berg Monjüic. Der Name (von mont jüic - Berg der Juden) bezieht sich wahrscheinlich auf einen Friedhof, der sich an der Ostseite des Berges befand.


Während der Pest-Epidemie Ende des 14. Jahrhunderts wurden dort Tausende Juden ermordet, da sie für den Ausbruch der Seuche verantwortlich gemacht wurden. Die Juden selbst waren von den Auswirkungen der Seuche selbst nicht oder nur kaum betroffen, da sie in separaten Bereichen der Stadt lebten und sich so nur schwer anstecken konnten. Daher waren sie ein leichtes Ziel für Anschuldigungen.

Das Castell de Montjüic nahe dem Stadtrand Barcelonas auf dem Berg Montjüic ist ein Symbol für den ewigen Zwist zwischen Barcelona und Madrid, respektive Katalonien und dem Rest Spaniens. 
Bis 2007 war die Festung in madrilenischer Hand, also aus katalonischer Sicht in "Fremdbesitz". Im 19. Jahrhundert rebellierte die katalanische Bevölkerung gegen die spanische Herrschaft. Daraufhin zog sich das spanische Militär ins Castell zurück und bombardierte die Stadt.

Der Eintritt zu den Festungsanlagen ist mit 3€ echt günstig, auch wenn es abgesehen von einigen Schussanlagen und einer Unmenge an Möwen dort nicht allzu viel zu sehen gibt. Allerdings war alleine die Aussicht vom Dach des Castells die Investition wert!

Der Innenhof der Festung

An einem schönen, wolkenfreien Tag ist die Aussicht von der
Festung einfach herausragend!


Mit Blick in die Ferne....

Für die letzten 2 Wochen, bevor ich in meine neue Wohnung ziehe, hat sich noch eine neue nette Mitbewohnerin gefunden, die mich auf meinen Erkundungstrips begleitet, die Manu aus der Steiermark :-)


Zum Abschluss noch ein Song, der hier täglich rauf und runter gespielt wird.



Bis zum nächsten Mal, ¡hasta pronto!

Donnerstag, 5. März 2015

Gaudí´s Garten - der Parc Güell

Antoni Gaudí ist wahrscheinlich der erste Name, der einem ins Gedächtnis kommt, wenn man an berühmte Persönlichkeiten Barcelonas denkt. Ok, vielleicht der erste nach...Lionel Messi, der zumindest hier in Barcelona allmächtig scheint und in der Regel als erstes Beispiel für VIPs in Barcelona verwendet wird. Und das, obwohl diese Stadt so viel mehr zu bieten hat, leider wahr...

Aber zurück zu Gaudí. Eines seiner Werke ist der Parc Güell, welchen er Anfang des 20. Jahrhunderts im Auftrag von Eusebi Güell erschaffen hat. Neben seinem Wohnhaus, welches er bis kurz vor seinem Tod 1926 bewohnt hat, gibt es dort nur zwei weitere Gebäude: das Gebäude der Familie Güell und das Gebäude eines Architektenfreundes von Gaudí. Das zweite ist auch heute noch bewohnt (muss ziemlich anstengend sein, jeden Tag nur Touristen durch den Park laufen zu sehen...:-) )
Aussicht über Barcelona vom Parc Güell
Blick vom La Plaça hoch zum noch bewohnten Wohnhaus

Gaudí's Wohnhaus


Abgesehen davon ist es ein riesiger Garten am Hang, veredelt mit Spielereien und Bauwerken aus Stein. Berühmt ist der Parc Güell auch für seine Musikkultur. An jeder Ecke findet man Straßenmusiker, manche mehr oder weniger gut :-), und überall ist für Unterhaltung gesorgt. Als ich mit mit ein paar Erasmus-Freunden an einem der Picknick-Plätze dort war, hat plötzlich jemand angefangen, Latin Music auf einer Gitarre zu spielen, was für eine unglaublich chillige Stimmung gesorgt hat. Das wahr wahrscheinlich auch der Grund, warum wir ziemlich viel Zeit brauchten, uns von dort wieder zu verabschieden :-)
Den wohl bekanntesten "Musiker" dort, der schon seit Jahren fast täglich im Parc Güell spielt, sieht man hier:

Schrillster "Musiker" im Parc Güell
Er steht dort am "Gipfelkreuz", also dem höchsten Punkt des Parks, spielt in seinen Leopardenleggins und seiner Pornobrille auf einer Gitarre mit losen Saiten und singt davon, wie gern er doch Pizza isst. Und das mit dem breitesten Grinsen, das ich jemals gesehen habe :D Ich weiß nicht genau, was er nimmt, aber ich will das auch!!!

Das Zentrum des Parks ist La Plaça, eine riesige Plattform mit perfekter Sicht auf ganz Barcelona. Leider ist der Zutritt zu diesem Bereich nicht kostenlos, aber man sieht auch von außen Gaudís Spielereien. Gaudí heutzutage würde sich wahrscheinlich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass die Stadt Barcelona Eintritt für diesen Park erhebt. Er selbst hat bei dem Bau die Unterstützung der Stadt abgelehnt und nur Materialien verwendet, die er mehr oder weniger selbst gefunden hat, da er damit einfach nur die Landschaft und das Leben der Bewohner verbessern wollte.
La Plaça


Gruppenfoto I

Gruppenfoto II
So, das war's zum Parc Güell. Zum Abschluss gibts noch Bilder zweier Must-See´s in Barcelona.
Arc de Triomf

Cascada Monumental im Parc de Cuitadella
So das wars, bis zum nächsten Mal!
¡Hasta luego!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Carnaval in Sitges und Tapas

Buenaos días zusammen, es gibt wieder was zu erzählen!

Typische Umzugsszene. Leider sind wir erst in
Sitges angekommen, als es schon dunkel war :-)
Auch in Barcelona wird derzeit Fasching bzw. Karneval - oder in cat. carnaval - gefeiert. Einer der bekanntesten ist wahrscheinlich El Carnaval in Sitges, ca. 15 km außerhalb von Barcelona. Das besondere daran ist das Umfeld: Sitges ist eine Gay-Hochburg. Vielleicht war deswegen alles etwas bunter und schriller als sonst .... :P 
Das merkt man auch an den  Bars. Es gibt dort genau zwei Arten: Gay und Herero-Friendly! Nach dem Umzug haben wir uns in eine der Gaybars verirrt. Es ist schon eine Erfahrung, Maenner in Frauenkleidern an der Stange tanzen zu sehen...:)

Alles in allem war es dieser Trip auf jeden Fall wert, abgesehen davon, dass ich wohl meinen Ausweis dort irgendwo verloren habe...



Wir wurden perfekt eingekleider für den Carneval, inklusive Gesichtsbemalung :D
Und 'n Bunny durfte natürlich auch nicht fehlen...
Sitges bei Nacht

Aber auch in Barcelona selbst konnte man an jeder Ecke kleinere Umzüge finden. Mehr oder weniger organisiert treffen sich Menschen aller Art auf einem der vielen Plätze und feiern und tanzen zusammen. Ich glaube genau Offenheit und Spontanität ist das, was mich hier in Spanien am meisten beeindruckt!



Aber jetzt zum zweiten wichtigeren Punkt: den Tapas!

Drei Wochen hat's gedauert, bis ich endlich die Zeit gefunden habe, das zu probieren, was wohl am häufigsten mit Spanien assoziiert wird. Aber ich muss sagen: es war das Warten wert!!!
Mit Freunden aus der alten WG war ich im La Flauta. Es war einfach nur zum Niederkniehen ;-)

Baby-Gambas, da war ich zu langsam mit dem Foto...

Frittierte Mini-Fische

Das Highlight: Calamarcitos, Champi y Jabugo

Abschließend ein Foto beim Italiener mit den Ex-WG-Amigos :-)
Recognize the photo-bombing cook in the background!

Zum Abschluss noch ein kleines Update zur Wohnsituation: da ich mit der bisherigen Wohnung nicht zufrieden bin, was vor allem an der nicht funktionierenden Waschmaschine und dem unglaublich geringen Wasserdruck liegt, habe ich nach einer anderen Wohnung gesucht. Jetzt habe ich eine in Uni- und Zentrumsnähe gefunden, direkt am Plaça Espanya. Dort werde ich Mitte März einziehen. Yeah!! 

Adéu

Sonntag, 15. Februar 2015

Castells - ein Stück katalanische Kultur

Etwas vorweg: ich hab ne Wohnung. Yeah!! Nahe der Sagrada Familia und nicht zu weit weg vom Stadtzentrum. Und das mobile Internet funktioniert auch. Es scheint also, dass ich so langsam ankomme.

Aber nun zu ein bisschen Kultur.
Am Wochenende durfte ich bei einer traditionellen katalanischen Veranstaltung teilhaben, den Castells (kat. für Burgen). Bei diesem Nationalsport werden Burgen bzw. Pyramiden aus Menschen errichtet, welche jeweils nur auf den Schultern der Leute unter ihnen stehen. Solche Pyramiden werden bei allen größeren Festlichkeiten errichtet und jede Stadt bildet ein Team, welches bei Festlichkeiten mit den anderen konkurriert. Ziel bei dem Wettstreit ist dabei, möglichst viele Ebenen übereinander zu errichten. Am Besten lässt sich das wohl mit einem Video erklären.

Der Aufbau ist dabei genau geregelt.

  • Die Basis des Castells bildet die Pinya. Sie trägt die gesamte Last des Turms. Die Menschenmengen außenrum drücken gegen die Pinya, um diese zu stabilisieren.
  • Der Stamm, oder auch Tronc, bildet den Mittelteil und sorgt für die Höge des Turms.
  • Die Kuppel, Pom de Dalt, bilden in der Regel Kinder. Gerade den Aufstieg der Kids nach oben fand ich atemberaubend.
Die erste Frage ich mir während des Events gestellt habe: was passiert, wenn das Ding einstürzt? 
Anscheinend kommt es zwar immer mal wieder vor, dass ein Turm in sich zusammenbricht, allerdings trainieren die Teilnehmer dieses Szenario ausgiebig und bis auf einige Knochenbrüche und Prellungen passiert in der Regel nichts. In der über 200-jährigen Geschichte der Castells sind nur 3(!) Todesfälle bekannt.

Achja, wer nach Barcelona kommt und abends ausgehen möchte, sollte unbedingt einmal einen Blick ins Esprit Chupitos werfen. In dieser kleinen Shot-Bar habe ich den bisher mit Abstand besten Tequila meines Lebens getrunken, und die Barkeeper dort wissen wirklich, wie sie ihre Gäste unterhalten können. Dort wird einem nicht nur von innen warm, durch die vielen Feuershows hat auch das Auge etwas zu sehen.
Dieser Tequila...



Carrer de Marina, direkt außerhalb meiner Wohnung. Sie führt von der Sagrada Familia direkt zum Strand.

Am Strand Barceloneta bei Nacht
Du bist am Stand und willst in guter Gesellschaft etwas trinken gehen: kein Problem!


Sonntag, 8. Februar 2015

Nach der ersten Woche

¡Bona tarda!
Die erste Woche ist nun vorbei. Leider gestaltet sich die Wohnungssuche schwieriger als erwartet, obwohl das Angebot an Wohnungen ausreichend groß wäre. An Quantität liegt es definitiv nicht. Das Problem ist die Qualität. Viele der angebotenen Wohnungen sind einfach nur heruntergekommen und die geforderte Miete bei weitem nicht wert. Nicht, dass ich so große Ansprüche hätte, aber etwas besseres als eine 1m²-Toilette umgeben von rauem, kalten Mauerwerk darf es dann doch sein. Vor allem für 350€ Miete. Die zweite Schwierigkeit ist die Konkurrenz mit Spaniern auf dem normalen Wohnungsmarkt. Ich kann mich zwar mittlerweile ganz gut auf Spanisch (castellano) verständigen, aber irgendwie gibt es dann doch eine kleine, aber nicht unüberwindbare, Barriere. Ich bin also immer noch auf der Suche.

Neben der Wohnungssuche habe ich in der ersten Woche viel Zeit mit Einführungsveranstaltungen - der UPC Erasmus Welcome Week -verbracht. Neben den organisatorischen Geschichten zu Krankenversicherung, Meldepflicht für Ausländer und einer Besichtigung der Uni wurde vor allem viel Wert auf die Entdeckung der katalonischen Kultur gelegt. Neben einem Crash-Kurs in Catalan wurde vor allem viel über die historischen Hintergründe des katalonischen Stolzes gesprochen. Dazu werde ich später noch etwas schreiben.

Was ist sonst noch so passiert..? Achja, es riecht an jeder Ecke nach Gras. In Spanien ist der Konsum sowie der Anbau zur Eigennutzung legal. Nur wer mit Cannabis handelt oder ihn zu kommerziellen Zwecken anbaut, verstößt gegen das Gesetz. Dementsprechend sieht man Abends häufig kleinere Gruppen, die es sich auf einer Parkbank gemütlich machen um etwas zu rauchen.

In Gegenden wie El Raval, welcher aufgrund der charmanten Architektur von vielen Touristen besucht wird, erfährt man dann aber auch eine andere Seite dieser lockeren Regelung. Dort wird den Touristen alles mögliche angeboten, alles von Marihuana bis "Kokaina". Der Kauf dort bleibt aber natürlich strafbar.

Noch etwas anderes: Auch wenn Katalonien im spanischen Vergleich finanziell noch ziemlich gut dasteht, gibt es hier Menschen, die unter der Armutsgrenze leben. Viele von ihnen betteln an der Straße, andere versuchen, mit - mehr oder weniger guter - Musik in Metro-Stationen oder auf der Straße ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das außergewöhnlichste, das ich bisher gesehen habe, war ein Mädchen etwa in meinem Alter, die mit Mikrofon und Lautsprecher in die Metro eingestiegen ist und dort für Passanten - ob sie wollten oder nicht - gesungen hat. Einfallsreich ist es auf jeden Fall.

So, das war´s erstmal wieder. In meinem nächsten Eintrag werde ich wahrscheinlich etwas über die Geschichte Kataloniens schreiben. Auch, dass ich es selbst nicht vergesse ;-)

Mittwoch, 4. Februar 2015

¡Bienvenidos amigos!

...und willkommen auf meinem Erasmus-Blog

Seit 3 Tagen bin ich nun in Barcelona. Derzeit habe ich hier noch keine eigene Unterkunft, sondern bin bei einer wahnsinnig lieben Freundin untergekommen, die mir für ein paar Tage Asyl leistet :-) dafür ein riesiges Dankeschön. Die Wohnungssuche in Spanien ist sehr spontan. Täglich werden neue Anzeigen online gestellt, welche zum sofortigen Bezug bereitstehen. Hier ist es üblich, dass der Vermieter erst nach dem Auszug eines Mieters nach einem Nachmieter sucht. Dadurch ist es eigentlich relativ einfach, eine Wohnung in der richtigen Gegend zu finden. Der einzige Haken ist - wie immer - der Preis. 

Der ist in etwa auf dem selben Niveau wie in München, vielleicht ein wenig darunter. Das heißt, für ein kleines 10 m²-Zimmer nahe des Zentrums, beispielsweise im Stadtteil Eixample, darf man dann durchaus 300-350 Euro auf den Tisch legen. Dem Mietpreis ist da natürlich nach oben keine Grenze gesetzt. Bei der Suche nach einer Wohnung helfen vor allem Webseiten wie www.idealista.com und www.pisocompartido.com. 
Eine andere Alternative wären die Erasmus-Gruppen auf Facebook. Dort sollte man aber aufpassen, dass man sich die Wohnung auf jeden Fall vorher ansieht - gut, das sollte man eigentlich immer machen - denn dort werden auch viele Fake-Angebote vorgestellt, bei denen man im Vorfeld schon die Kaution auf ein Konto überweisen soll.

Derzeit wohne ich etwa 400m entfernt von der Sagrada Familia, der wahrscheinlich berühmtesten und schönsten Baustelle der Welt. Das bekannte von Antoní Gaudi entworfene Gebäude wird seit 1882 gebaut uns ist immer noch unvollständig.
Hospital de Sant Pau, gebaut im Modernisme
Das Hospital de Sant Pau ist wie die Sagrada Familia im Jugendstil (oder kat. Modernisme) gebaut, und ist mit seiner Verspieltheit und den umgebenden Palme wirklich sehenswert. Das Gebäude dient heute nicht mehr als Krankenhaus, sondern als Touristenattraktion. Das Klinikum ist in ein moderneres Gebäude im Hintergrund gezogen.

Avenida Gaudí mit Blick auf die Sagrada Familia

Museu National d´Art de Catalunya (MNAC) im Palau National 

Ausblick vom MNAC über Barcelona